Matala-Kreta, ein wenig Geschichte.
"Kreta ist ein Land inmitten des purpurnen Meeres, schön und reich und rings umströmt; 
es leben dort aber zahllos viele Menschen in neunzig Städten darinnen." (Homer, Odyssee, 19, 172-174)
Einiges werdet Ihr schon aus den vielen Reiseführern wissen. Deshalb möchte ich mehr auf das weniger Bekannte eingehen.
Die Zeitangaben sind ohne Gewähr.
Die Insel hat eine "bewegte" Vergangenheit, nicht nur was die Bevölkerung angeht. Wenn der gern gesehenen Gast mit offenen Augen unterwegs ist, wird ihm an vielen Orten manches merkwürdig vorkommen. Auf den Felsen und Bergen gerade bei Matala findet man immer wieder versteinerte Fossilien von Muscheln und anderen frühzeitliche Meerestieren. Auf den Bergen ?
Es ist einige Millionen Jahre her und trotzdem noch sichtbar. 
Im "Pliozän" (vor 5,3 – 1,8 Millionen Jahren) Jahren begannen sich Landmassen oder Inseln durch 
einen wiederum Millionen Jahre dauernden Prozess von vulkanischen Ausbrüchen begleitet zu heben. 
Vorher war Kreta Teil des Ägäischen Festlandes.
Auch heute noch ist der Meeresgrund in ständiger Bewegung, glücklicherweise meist unbemerkt 
von uns oder mit geringeren Schäden. 
Nach dem Einbruch des Mittelmeeres wurden allmählich die höchsten Erhebungen des ehemaligen 
Festlandsockels als verinselte Landteile aus dem Wasser geschoben, weil die standfesteren und
härteren Balkan-Massive der permanenten Norddrift des afrikanischen Kontinents nicht nachgaben.
260 Km lang und zwischen 13 und 60 Km schmal emporgepreßt , ist Kreta mit 8288 Km² Fläche
der größte der sieben Bausteine des südägäischen Insel(brücken)bogens.
Die neusten Gesteinsschichten sind Ablagerungen aus dem Quartär (vor 1,8 Millionen Jahren),
in denen sich auch Säugetierfossilien finden.

Es folgten einige schwere Erdbeben und Vulkanausbrüche die der dortigen Gegend ihr jetziges 
Aussehen gaben, zum Beispiel das Seebeben von 365 mit Zentrum südlich von Kreta, welches 
eine der größten Naturkatastrophen der Antike auslöste. Betroffen war der gesamte östliche 
Mittelmeerraum. Der Leuchtturm von Alexandria, eines der sieben Weltwunder, wurde Opfer der
Fluten. Von dieser Katastrophe berichten neben Marcellinus noch 29 weitere Autoren. Zuletzt der schwere Ausbruch 1625 v. Chr. von Santorini, der neben Erdbeben eine bis zu 60m hohe Flutwelle zur Folge gehabt haben soll. Diese ganzen Vorkommnisse hatten zur Folge das vieles was normalerweise im Meer lebt sich im Sediment abgelagert hat und nun versteinert wieder ans Tageslicht kommt. Sehr häufig finden sich Muscheln und Schnecken (Mollusken) aber auch Seeigel und Fische. Unbefugtes Bearbeiten oder Entfernen kann übrigens empfindliche Strafe zur Folge haben ! Ich denke es ist schön wenn man sich für manche Dinge nicht unbedingt in ein Museum begeben muß. Links zum Thema, hier gibt es auch einige Infoblätter zum download : www.kreta-umweltforum.de/geologie www.kreta-umweltforum.de/fossilien
Die Bilder könnt ihr durch Anklicken in einem neuen
Fenster vergrößert anschauen.
Muschel im Fels.
Muschel im Fels.
Bucht neben Matala, ehemaliger Hafen und Abbauort von Steinen.
Am Komos Strand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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